Zwischenräume WS 2013

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Urbane Zwischenräume Workshop #2, Deutschland-Japan  
– für ein nachhaltiges „Bottom-up”  

01. – 14. September 2013, Leipzig

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Viele Städte in Deutschland und Japan teilen das gleiche Phänomen: das „Schrumpfen”.  Das Japanische Haus e. V., welches von einem zuvor leerstehenden Haus in Leipzig aus aktiv ist, veranstaltet im September 2013 den Workshop „Urbane Zwischenräume“.  Als Fortsetzung zum ersten Workshop, der erfolgreich im Jahr 2012 stattfand, soll in diesem Jahr der Fokus auf dem Thema „Stadterneuerung mit ‚Bottom-up‘ – Die Bürger als aktive Gestalter ihres sozialen Raums“ liegen.

Leipzig ist eine beispielhafte Stadt der „Bottom-up“s. Die Bürgerbewegung seit dem Ende der 1980er Jahre führte die friedliche Revolution und die deutsche Wiedervereinigung herbei. Nach der Wende organisierten Bürger in leerstehenden Gebäuden und freien Flächen in verfallen Gebieten verschiedene Aktionen und Projekte zur Stadterneuerung. Die Stadtverwaltung unterstützt die Aktionen strategisch und versteht sie als städtebauliches Instrument. Das Modell wurde „Leipzig-Speziell“ genannt und bekam viel Aufmerksamkeit von schrumpfenden Städten in der ganzen Welt.  Da die Bevölkerungsentwicklung in Leipzig sich seit dem Jahr 2000 wieder umkehrte und die Stadt durch den einen Urbanisierungstrend zurzeit eine Wachstumsperiode erfährt, soll überlegt werden, wie allmähliche Gentrifizierungsprozesse und die Stadtentwicklung durch Bürgerinitiativen nachhaltig gestaltet werden können, um den Reiz der „Leipziger Freiheit“ zu erhalten.

In vielen japanischen Städten werden neue Methoden der Stadtentwicklung anstelle von „Top-Down Modellen“ gesucht. Eine charakteristische Bewegung sind die Entwicklungen von Wirtschaftsmodellen des Städtemanagements, welche durch die Zusammenarbeit von Architekten und Immobilienmaklern organisiert werden. Auf der anderen Seite existiert eine rege Entwicklung  als Teil von Architektur- und Städtebauseminaren an universitären Einrichtungen. In den Seminaren wird nicht nur theoretisch geforscht, sondern es werden auch konkrete Projekte mit lokalen Akteuren im Stadtraum realisiert. Diese beiden Bewegungen stellen das neue „Bottom-up“ von Stadtentwicklung in Japan dar.

Auf diese Weise hegen Leipzig und japanische Städte gleiches Interesse: „Wie können wir das ‚Bottom-up‘ der Stadtentwicklung nachhaltig erhalten?“. Im Teil „Touren und Symposium“ werden wir mit deutschen und japanischen Akteuren,  Architekten, Verwaltungspersonal und Forschern zum Thema ‚Bottom-up‘ in der Stadtentwicklung diskutieren und voneinander lernen. Durch die Begegnung von deutschen und japanischen lokalen Akteuren werden konkretes Wissen und Ideen ausgetauscht.

Nicht der Austausch von Informationen oder Ideen, sondern auch konkrete Raumnutzungsvorschläge werden durch die Workshopteilnehmer vorgeschlagen. Im Praxisteil werden die Teilnehmer mit lokalen Akteuren ein „Nachhaltiges Lebensmodell“ im Leipziger Osten entwickeln. Mit dem Blickpunkt aus Japan und anderen Städten in Deutschland wird in einem neuen Netzwerk Möglichkeitsräume analysiert und einen originaler „Stadtplan“ entworfen. Es wird erwartet, dass einen einzigartiger „Nachhaltiger Lebensraum“ mit japanischen Ideen für den lokalen Raum ermöglicht wird.

Das Ziel des Workshops ist, dass wir Ideen und Modelle für eine nachhaltige „Bottom-up“ Entwicklung aufzeigen und im Leipziger Osten einen Teil der Ergebnisse realisieren.

September 2014 ist ein weiterer Workshop in Kitakyushu, Japan, in Planung.

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Workshop 2012 (Installation “Japanisches Fest, Matsuri”)

GSS16-3-MM

Workshop 2012 (Installation im leerstehendes Gebäude, Schattenspiel)

DJH-usaginingen-2

Workshop 2012 (Live Performance, usaginingen)

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Workshop 2012 (Vortrag bei HausHalten e.V.)

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Workshop 2012 (Hausprojekt in der Georg-Schwarz-Straße)

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Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung!

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Kooperation mit:

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